Resilienz gewinnen – die Chance auch im Krisenhorror entdecken

Maske im Laub – Chance im Krisenhorror

Wie haben Familien die Corona-Zeit erlebt und was hast du daraus für dich und deine Familie mitgenommen? Mit dieser Frage habe ich im Oktober 2022 – nach über zwei Jahren Pandemie – zu einer Blogparade aufgerufen. Vier Bloggerinnen haben sich mit einem Artikel beteiligt und einen Einblick in ihr Pandemie-Erleben gegeben – und ihre ganz persönlichen Learnings gezeigt. Dadurch ist eine Sammlung an lebensnahen Corona-Geschichten entstanden, garniert mit wunderbaren und einzigartigen Tipps für resiliente Chancenauswertung mitten im Krisenhorror.

In meiner Zusammenfassung zitiere ich jeweils einen Gedanken und/oder Tipp aus den teilnehmenden Blogartikeln und fassenden Kontext etwas zusammen. Der komplette Artikel ist zum Weiterlesen ebenfalls verlinkt. Die Reihenfolge entspricht der Einreichung.

Ich wünsche dir viele gute Impulse, spannende Erkenntnisse und Resilienz-Gewinn für ein immer wieder neue Chance im Krisenhorror.

Tipp 1: Nimm alle Hilfe, die du kriegen kannst.

Es gibt viel mehr Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung zu bekommen, als einem auf den ersten Blick klar sein mag. Auch wenn Alexandra Bohlmann sich mehr Unterstützung besonders für Selbstständige und Familien wünscht, hat sie in der Pandemie doch vielfältige Möglichkeiten entdeckt, Unterstützung zu erhalten und sich damit zu entlasten. Auch von Stellen, bei denen sie es gar nicht erwartet hätte. Daraus hat sie für sich mitgenommen:

  • Proaktives Zugehen auf offiziellen Stellen/Behörden und Leistungen einfordern.
  • Den Haushalt mit Partner:in besser aufteilen und sich selbst entlasten, etwa durch Perfektionismus loslassen, Mealprep und „Zonenputzen“.
  • Mehr und deutlicher kommunizieren. Und so Bedürfnisse erkennen, Belastungen verringern, aufeinander eingehen können etc.

Tipp 2: Ergreife das Wort für die, die nicht laut (genug) für sich sprechen können.

Auch Sarah Zöllner erlebt das politische Interesse an Kindern und Familien als ziemlich ausbaufähig und hat sich im Verlauf der Pandemiezeit viel Gedanken über soziales Miteinander, Solidarität, Ausgrenzung und Schuldzuweisungen in unserer Gesellschaft gemacht. Besonders mit Blick auf die Zukunft ihrer Kinder ist ihr neu wichtig geworden:

  • Bewusst dankbar zu sein, für Gesundheit, soziale Kontakte und gesellschaftliche Freiheiten, die wir haben.
  • Sich dafür einsetzen, dass alle daran teilhaben können und für die laut zu sein, denen sonst zu wenig Beachtung widerfährt.

Tipp 3: Die Krise als Rückenwind für einen Neuanfang nutzen

Wiebke Schomaker erlebt die Herausforderungen der Pandemie als persönlichen Wendepunkt. Als ihr alles zu viel wird, halfen ihr Weiterbildung und Coaching, um den Blick auf sich selbst und die eigenen Möglichkeiten zu richten. So konnte sie vieles sortieren, Herausforderungen annehmen und innere Hürden aufräumen. Schlussendlich fasste sie Mut zu einer großen Veränderung und startete neben einem Blog auch noch in die Selbstständigkeit. Wie schön, dass sie das gemacht hat – sonst hätte ihr starker Artikel in dieser Blogparade sehr gefehlt. 😉

Tipp 4: Dankbar sein für alles scheinbar Unmögliche, das in der Krise möglich wird.

Neben der Familienperspektive schildert Maria Klitz auch die Perspektive von Erzieher:innen in dieser Pandemie und stellt fest: „Eine enorme Belastung für alle Beteiligten.“ Mit Blick darauf, was sowohl Eltern als auch pädagogische Fachkräfte rund um den Corona-Horror möglich gemacht haben, ist sie vor allem dankbar.

  • Danke, für die Leistung, die du als Elternteil täglich vollbringst
  • Danke, dass dein Kind noch Lachen kann
  • Danke, liebe Kollegen, dass ihr weiterhin in Kindergärten arbeitet
  • Danke für alles scheinbar Unmögliche, das wir zusammen möglich gemacht haben.

Das ist schon das ein oder andere Fest wert.

Familienhorror Corona?!

Es ist eigentlich nicht die Frage, ob die Pandemie, mit Einschränkungen, Sorgen, Herausforderungen, Ungewissheit, Mehraufwand, Isolation und vielem mehr besonders für Familien oftmals horrormäßig war. Die Erlebnis-Beschreibungen in den Artikeln sprechen da eine deutliche Sprache, ebenso wie mein eigenes Erleben.

Gerade deshalb ist es so stark, dass so viele trotz Familienhorror nicht nur irgendwie durchgehalten haben, sondern neue Wege gefunden, einander unterstützt und von der Krisenerfahrung gelernt haben. Dass so viele eine Chance im Krisenhorror finden und nutzen konnten. Das entlässt vor allem die Politik nicht aus ihrer Verantwortung, die Belange von Kindern und Familien ernster und wichtiger zu nehmen. Aber es macht Mut, solche Geschichten voneinander zu hören und von den Erkenntnissen der anderen zu profitieren!

Vielen Dank für eure Beiträge, Alexandra, Sarah, Wiebke und Maria.


Photo by Hubi .img on Unsplash

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Kategorisiert in Persönliches

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