Wie Mitarbeiter:innen sich begeistert einbringen können

Wie du deine Begeisterung und Power als Mitarbeiter_in behältst – Teil 01

Niemand soll Angst davor haben, zu schlecht für Gott zu sein. Alle sollen wissen, dass sie bei Gott ungeheuer wertvoll sind und Gott sie gebrauchen möchte.

Ein Stein sein

Wie stark ist eigentlich unsere  Gemeinde, Mitarbeiterteam? Wie stark bin ich als MitarbeiterIn? Lässt  sich das messen, fühlen, beschreiben? Wie lässt sich diese Stärke, Kraft  und Motivation behalten – auch über viele Jahre Mitarbeit?

Dieser Frage gehen wir in einer kleinen vierteiligen Reihe nach. Los gehts mit Teil 01.

Kommt zu Jesus! Er ist jener  lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar erklärten, aber den  Gott selbst ausgewählt hat und der in seinen Augen von unschätzbarem  Wert ist. Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen,  das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist. Lasst euch zu  einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen  könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude  hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen.

(1Petrus 2,5, NGÜ)

Wer baut hier eigentlich was?

“Lasst euch selbst als lebendige Steine  in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist  erfüllt ist”, sagt Petrus. Er sagt nicht: Jeder soll sich seinen eigenen  Plan machen, irgendwo ne Kelle Mörtel klauen und sich dann da hinbauen,  wo ers für richtig hält. Nein. Lasst euch einbauen. 

Von wem? Vom Baumeister natürlich. Wer  ist der Baumeister der Gemeinde? Wer behält den Überblick, weiß, welcher  Stein wohin soll und hat das große Ziel vor Augen? Na klar, das ist  Gott selbst.

Ich habe früher gerne mit Lego Technik  gespielt, oder sagen wir lieber: konstruiert. Da war ich der Baumeister.  Ich wusste, wie das fertige Teil aussehen soll und hatte einen Plan,  wie ich das anstelle (der auch manchmal funktioniert hat). Also habe ich  die ganzen Kleinteile auf dem Boden ausgebreitet und angefangen, jedem  Teil seinen Platz zuzuweisen. Hätten die ganzen Legoteilchen sich  überlegt: Der Heiko hat doch überhaupt keine Ahnung. Wir starten ohne  den durch! Und hätten sich alle selbst irgendwie zusammengebastelt, wäre  da alles mögliche bei herausgekommen, aber niemals das, was ich gerne  bauen wollte. Vielleicht hätten die sogar was Schönes und  Funktionstüchtiges hinbekommen, die Legoteilchen – aber eben nicht das,  was ich bauen wollte. 

Also merken wir uns – am besten für immer: Gott ist der Baumeister – wir sind die Steine.

Und damit kommen wir zu uns – zu den  Steinen. Ich stelle hier einmal drei Stein-Typen vor. Sicher passt du  nicht schablonenmäßig genau auf einen dieser Typen, aber ein bisschen  wieder erkennen könntest du dich vielleicht doch 🙂

Der blaue Stein

Der blaue Stein, das ist der  ängstliche. Der, der von sich selbst am schlechtesten denkt und vor  lauter Demut niemals wagen würde, auf sich selbst stolz zu sein. Kennst du solche blauen Christen? Oder bist du selbst so ein bisschen blau? 😉

Christen, die sich nichts zuzutrauen  scheinen? Die immer mit dem Blick zum Boden durch die Gegend laufen und  ein bisschen so aussehen, als wären sie auf der Flucht? Christen, die  stundenlang darüber reden können, was sie alles nicht können und denen  154 negative Eigenschaften einfallen, aber keine positive? Christen, die  schon bei dem Gedanken die Moderation im Gottesdienst zu übernehmen ein  Herzanfall kriegen, weil sie dafür nicht fromm genug sind? Christen,  die Angst haben, sie und ihr Dienst wären nicht gut genug für den Herrn  Jesus? 

Wenn ich solche Leute treffe, dann  könnte ich heulen. Ich bin sicher, der Petrus könnte das auch. Und  deshalb ruft er diesen blauen Christen zu: Ihr jedoch seid das ´von  Gott` erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine  heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat,  seine großen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der  Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. (1Petrus 2,9)

Petrus ruft diesen Christen zu: Ihr seid  wer. Und zwar nicht irgendwer. Sondern bei Gott seid ihr heilig –  Könige – Priester – Auserwählte. Ihr seid das! Gott verwendet für euch  alle die Ehrentitel, die im alten Israel für das Volk als Ganzes, oder  für die wenigen Personen bestimmt waren, die Könige und Priester sein  durften. Gott wählt euch aus.

Niemand – wirklich niemand soll Angst davor haben, zu schlecht für Gott zu sein. 

Jeder, wirklich alle sollen wissen,  dass sie bei Gott ungeheuer wertvoll sind und Gott sie in seinem Bau  gebrauchen möchte. Er will und kann jeden brauchen. Niemand ist zu klein  und unbedeutend, weil Gott jeden hier groß und wertvoll macht. 

Du bist ein lebendiger Stein und Gott will dich zu seiner Ehre einsetzen in seinen Bau.

Im blauen Stein erkennst du dich nicht so wieder? In der nächsten Jugendleitermail geht es mit den nächsten Steintypen weiter.

Der gelbe Stein

Der gelbe Stein, das ist der Willige.  Auch solche Steine soll es geben. Der, der leicht zu begeistern ist und  der eigentlich immer und überall dabei ist oder zumindest sein möchte. 

Kennst du solche gelben Christen? Oder bist du selbst ein bisschen so?

Christen, die es toll finden, wenn etwas  los ist, die gerne dabei sind, wenn Gott etwas tut. Christen, die  begeistert sind, wenn es eine Aufgabe zu erledigen gibt und die dankbar  dafür sind, wenn man ihnen die Ehre erweist, dass sie diese Aufgabe  erfüllen dürfen? Christen, die vielleicht gar nicht so genau wissen, was  sie eigentlich können, aber an allem Spaß haben und sich auch keine  großen Gedanken darum machen, ob sie gerade der richtige für diesen Job  sind? 

Christen, die ich auch nachts um halb  drei in der Nacht von Samstag auf Sonntag anrufen kann, weil ich  dringend die Moderation tauschen muss und ich vorher immer vergessen  habe, mich darum zu kümmern – und die dann auch noch ja sagen? 

Diesen Leuten sagt Petrus: Es gibt eine  Bedingung. Deine Begeisterung ist toll, aber es gibt eine Bedingung.  Gott kann und will nicht jeden gebrauchen. Es kommt auf den Grund an.  Nur, wenn Jesus der Grund deines Lebens ist; nur wenn Jesus bei dir der  ist, der alles trägt und hält, dann bist du ein Stein, ein lebendiger  Stein, den Gott einfügen kann in sein Bauwerk. “Seht, ich verwende für  das Fundament auf dem Zionsberg einen Grundstein von unschätzbarem Wert,  den ich selbst ausgewählt habe. Wer ihm vertraut, wird vor dem  Verderben bewahrt werden. Euch also, die ihr glaubt, kommt der Wert  ´dieses Steins` zugute.”(1Petrus 2,6-7)  Das ist die Bedingung. Gott selbst hat sie gesetzt. Er macht Jesus zu  einem Stein, der entscheidend ist für Gottes Bauwerk. Er macht Jesus zum  Eckstein. Zu dem Stein, auf dem die ganze Last liegen kann, ohne, dass  das Haus einstürzt. Daran muss ich glauben, als Stein und als Christ.  Sonst kann ich nicht in Gottes Bau hinein. 

Der schwarze Stein

Der schwarze Stein ist der Motzige. 

Der, der immer schon vorher weiß, dass nichts klappen wird und jede neue Idee vom Weitem und mit viel Skepsis betrachtet. 

Kennst du solche schwarzen Christen? Oder bist du selbst ein bisschen so? 

Christen, die sich lieber alles von  außen betrachten und darüber reden, als selbst anzupacken? Die man oft  motzen, häufig lästern, aber wenig Gutes sagen hört? Die gerne über  andere reden, weil sie dann nicht so viel über sich und die eigenen  Schwächen reden müssen? Christen, die sich aus möglichst viel  raushalten, aber doch gerne dazu gehören möchten und die zu wissen  glauben, dass es der Normalzustand ist, wenn etwas nicht funktioniert?  Christen, die sich nur sehr ungern auf die Moderation im Gottesdienst  einlassen würden, aber gerne darüber reden, wie die anderen es gemacht  haben und was man noch verbessern könnte? 

Diesen Leuten sagt Petrus: Kommt zu ihm!  Er ist jener lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar  erklärten, aber den Gott selbst ausgewählt hat und der in seinen Augen  von unschätzbarem Wert ist. Lasst euch selbst als lebendige Steine in  das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt  ist. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr  Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer,  an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus  gründen. (1Petrus 2,4-5

Das funktioniert. Garantiert. Warum?  Weil Gott der ist, der baut. Da mag noch so viel schiefgehen und  schlecht und baufällig aussehen in der Gemeinde. Gott baut die Gemeinde  und er hat das Ziel vor Augen. Er hat den Überblick. 

Er weiß, wo du schwarzer Stein gebraucht  wirst, um es besser, schöner und strahlender zu machen. Er weiß, wo du  helfen kannst und wie du es schaffst, einen Grund abzuschaffen, warum  andere über die Gemeinde meckern können. 

Damit das klappt, musst du nur zu  Jesus kommen und dich einbauen lassen. Du musst nichts weiter können,  musst nicht perfekt sein. Glaube an Jesus und sei bereit, deinen Platz  einzunehmen und dann geht’s rund

Jetzt wird’s Praktisch

Ich weiß nicht, ob du ein blauer, ein  gelber, ein schwarzer, ein türkiser, oder ein Stein mit  Schachbrettmuster bist. Aber ich weiß, dass Gott dich einbauen möchte in  seine Gemeinde. Ich weiß, dass er einen Platz und eine Aufgabe für dich  hat, die du erfüllen kannst, weil er dir das schenkt. Vielleicht in der  Arbeit mit Kindern, vielleicht im Dekoteam, vielleicht in der  Gottesdienstgestaltung, vielleicht auch ganz woanders. 

Wenn du die Bestandsaufnahmefragen aus  der letzten Jugendleitermail für dich beantwortet hast, weißt du  vielleicht schon,  etwas mehr darüber, ob du an der richtigen Stelle  bist, wo Gott dich einsetzen möchte als lebendigen Stein. Letztlich  heißt es immer wieder zum Baumeister gehen und sagen: Hier bin ich – bau  mich ein in deine Gemeinde.

Das macht meine Mitarbeit stark, meinen Glauben fest und unseren gemeinsamen Bau sehr wundervoll!

Ob du das heute einmal ganz bewusst tun willst: Zum Baumeister gehen und ihm dein Steinsein hinhalten?

Jetzt wird’s Praktisch

Wann hast du das letzte Mail “Bestandsaufnahme” gemacht, was deine Mitarbeit angeht? Für dich oder mit eurem Team?

Überlege doch einmal – ganz abgesehen von organisatorischen Fragen:

  • Wie geht es mir als MitarbeiterIn gerade?
  • Wie geht es mit mit den Kids mit den anderen MitarbeiterInnen, meinen Aufgaben, …?
  • Wie gehts es mir in meiner Beziehung zu Gott? Wo bekomme ich geistlichen Input, Seelsorge, Hilfe, …?
  • Was freut mich an meiner Mitarbeit, was macht mich glücklich? Was strengt mich an, wird mir zu viel, überfordert mich?
  • Was möchte ich anpacken, ändern, …?

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Kategorisiert in Leitung

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